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Mehr Gründungen, aber nur wenig gute Geschäftsideen

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat den neuen DIHK-Gründerreport 2011 vorgelegt. Die Studie weist erstmals seit 10 Jahren wieder ein wachsendes Gründungsinteresse auch in Zeiten besserer Konjunktur und rückläufiger Arbeitslosenzahlen aus. Gleichzeitig wird allerdings beklagt, dass die Gründer schlechter vorbereitet sind.

Laut Studie führten die Industrie- und Handelskammern (IHK) im letzten Jahr 1,1 Prozent mehr Gründungsgespräche (insgesamt mehr als 360.000) als noch im Jahr 2009. Zudem nahmen 8,4 Prozent mehr Gründungsinteressenten an den IHK-Gründerseminaren teil. Auch die Zahl derjenigen, die ein bereits ausgearbeitetes Gründungskonzept besprechen wollten, stieg um 8,5 Prozent.

Der Ausblick für 2011 sieht ähnlich gut aus. So rechnen die IHKs mit einem weiteren Anstieg der Existenzgründungen von 10 Prozentpunkten, aufgrund des demografischen Wandels insbesondere in den Bereichen Gesundheits- und Pflegedienstleistung, Haushaltsservice und Dienstleistungen für Senioren.

Erfreuliche Zahlen also, wäre da nicht die mangelnde Qualität der Konzepte. Die Studie legt dar, dass 36 Prozent der Gründer ihre Geschäftsidee den Kunden, Geschäftspartnern und Banken nicht klar kommunizieren können. Dies liege oftmals an der schlechten Vorbereitung und den nur wenig ausgefeilten Konzepten. Insbesondere bei Gründern aus der Arbeitslosigkeit sei dieser Trend zu verzeichnen. Insgesamt nannten 59 Prozent der Teilnehmer an der Studie die Arbeitslosigkeit als Hauptmotiv für ihre Gründungspläne. DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann erklärte in diesem Zusammenhang, dass Angst jedoch ein schlechter Ratgeber auf dem Weg in die Selbstständigkeit sei und oftmals zu übereilten Entscheidungen führe.

Quelle: Wolters Kluwer Deutschland - startothek

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